Vorgehensweise im Projekt pragdis


Methodisch kombiniert das Projekt klassische Ansätze der Handlungs- und Aktionsforschung und des Interventionsforschungsansatzes zu einem Konzept systemischer Interventionsforschung. Ziel ist dabei selbstreflexive Kompetenzentwicklungsprozesse zu instrumentieren und zu organisieren, um die Selbststeuerungsfähigkeit der handelnden Personen zu erhöhen und die betrieblichen und überbetrieblichen Präventionsstrukturen zielgruppenadäquat zu beeinflussen.
Die Vorgehensweise des Projektes erfolgt koevolutionär durch die projektunterstützende dialogische Verknüpfung von Praxis und Forschung im Rahmen des systemischen Interventionsforschungsansatzes. Dieser Ansatz sichert auch die formative Evaluation, die zeitnahe Spezifizierung der Analyse, Konzeption und betriebliche Umsetzung sowie den zeitnahen Transfer der Ergebnisse in die Praxis durch die unmittelbare, dialogische Einbindung der betroffenen Zielgruppe.

Der Ansatz folgt dabei in der Intervention einem „ökologischen Prinzip“ der sanften Steuerung. Die Praktiker aus den Unternehmen, Management wie Beschäftigte wie Freelancer, werden als ‚Experten’ für ihre eigenen Probleme angesehen, Wissenschaft und Beratung unterstützt die Selbststeuerungsfähigkeit der handelnden Personen durch dialogische Prozesse der Wissensgewinnung und des Wissenstransfers im Bereich des präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes, um die betrieblichen und überbetrieblichen Präventionsstrukturen nachhaltig weiterzuentwickeln.