Wettbewerbsvorteil Gesundheit

Am 8. und 9. Dezember fand in Köln die diesjährige Tagung des BKK Bundesverbandes "Wettbewerbsvorteil Gesundheit" unter dem Motto "Betriebliches Gesundheitsmanagement in Zeiten der Krise – Kür oder Pflicht" statt. 

Als Vertreter des pragdis-Projektteams gestalteten Carsten Gräf und Dr. Dagmar Siebecke das Forum "Psychische Gesundheit – Von der Analyse zur Intervention" aktiv mit und stellten dort die aktuellen Ergebnisse des Projektes vor. Unter dem Titel "Burnon – Wieder Feuer und Flamme sein! Burnout-Prävention als betriebliche Ressource" stellte das Team die betrieblichen Faktoren vor, die die Beschäftigten vor einem Ausbrennen schützen können. Dabei stehen gut zu bewältigende und sinnvolle Aufgaben sowie die Wertschätzung von Kollegen und Kunden ganz vorne. Auf großes Interesse stieß auch die Vorstellung der geplanten Implementierung von Burnout-Präventionszentren in NRW.

Die Präsentation finden Sie hier: download (1499k)

An dem zwei mal durchgeführten Seminar (einmal vormittags und einmal nachmittags) beteiligten sich insgesamt etwa 90 Gesundheitsschutzexperten aus (großen) Unternehmen, Kommunen  und Versicherungen. Im Rahmen der regen Diskussion wurden die Teilnehmer  aufgefordert, für ihr Unternehmen einzuschätzen, wie hoch der Anteil der Beschäftigten ist, die ein Burnout-Risiko haben, und wie hoch der Anteil derjenigen ist, die unter einem klinisches Burnout leiden. Die folgenden Bilder zeigen das Befragungsergebnis:

Vormittagsforum:
 

Nachmittagsforum

Die Auswertung ergab, dass die Teilnehmer für ihre Unternehmen oder Institutionen vermuten, dass durchschnittlich etwa 36% ihrer Belegschaft ein Burnout-Risiko aufweisen. Dabei ergab sich eine sehr breite Streuung der Schätzwerte: Die Werte schwankten zwischen 4% und 100%. Die Standardabweichung betrug 19.

Die Schätzungen der klinischen Burnoutfälle waren mit Werten zwischen 1% und 46% weniger breit gestreut (Standardabweichung = 10). Im Durchschnitt vermuteten die Teilnehmer bei etwa 12% der Belegschaft ihrer Unternehmen ein klinisches Burnout – also bei mehr als jedem zehnten Beschäftigten!

Diese extrem hohen Werte zeigen uns als pragdis-Forschungsteam, dass wir mit dem Thema der Burnout-Prävention auf einem wichtigen und richtigen Weg sind.