Prävention und professionelles Stressmanagement sind entscheidend, um die Funktionsfähigkeit einer Organisation zu gewährleisten. Die Beherrschung der Kosten für krankheitsbedingte Fehlzeiten und Motivation kann als Trend für den Erfolg von Unternehmen bezeichnet werden.

Denn hinter den Produkten und Dienstleistungen von Unternehmen stehen Menschen. Deren Wissen, Fähigkeiten, Kreativität und Engagement sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens. Daher ist es für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen entscheidend, das Leistungspotenzial der Mitarbeiter optimal zu nutzen und zu fördern. Ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ebnet dafür den Weg.

Nach Schätzungen von Krankenkassen werden die Verluste, die Unternehmen durch kranke Mitarbeiter entstehen, immer kostspieliger. Ein Fehltag kostet das Unternehmen durchschnittlich 400 Euro. Und doch gibt es seit dem 1. Januar 2009 einen staatlichen Zuschuss für Gegenmaßnahmen. Unternehmen können rückwirkend zum 1. Januar 2008 bis zu 500 Euro pro Mitarbeiter und Kalenderjahr steuerlich geltend machen.
Laut einer Studie des Markt- und Meinungsforschungsinstituts „Europressedienst“ haben jedoch bisher nur 110 der 500 befragten Unternehmen ein Gesundheitskonzept. Nur jeder vierte dieser 110 Arbeitgeber erstellt regelmäßig einen Gesundheitsbericht. Nur jedes dritte Unternehmen unterzieht sein Gesundheitsmanagement einem Check durch externe Fachleute.

Stressabbau als Thema der Zukunft

Stressmanagement ist ein zentrales Thema für das BGM. Stress gehört zum Arbeitsalltag genauso dazu wie die Entspannung am Feierabend. Nach Lazarus (1984) ist Stress ein Prozess, der auf eine Wechselwirkung zwischen situativen Anforderungen und der Person zurückzuführen ist. Die Person nimmt eine Situation wahr und schätzt ein, wie bedrohlich sie ihr erscheint: positiv, neutral oder potentiell bedrohlich. Wird die Situation als bedrohlich eingestuft, d. h. liegt ein Stressfaktor vor, erfolgt eine Neubewertung.

Entscheidend dafür, ob Stress uns krank macht oder nicht, ist unser Stressmanagement. Vor allem die Art des Stresses, dem wir ausgesetzt sind, ist entscheidend. Denn nur wenn der Mitarbeiter das Gefühl hat, dass er den Stressor mit seinen Ressourcen nicht bewältigen kann, wird der Stress als unangenehm empfunden, führt zu ineffizienter Arbeit und schlechten Ergebnissen. Ist die Bewertung hingegen positiv, sind hohe Anforderungen, also Stress, die treibende Kraft, die für den persönlichen Erfolg und den Erfolg im Unternehmen verantwortlich ist.

Stressmanagement gezielt optimieren

Das Ziel eines guten Stressmanagements sollte es sein, einen produktiven Umgang mit Stress zu erhalten und einen unproduktiven Umgang mit Stress in einen positiven umzuwandeln. Hier können Maßnahmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements ansetzen:

Zunächst müssen sich die Mitarbeiter darüber im Klaren sein, wo sie stehen und was sie stresst. In einer bewussten Auseinandersetzung bewertet der Mitarbeiter seine Situation, z. B. im Rahmen eines Seminars. Er schätzt seine eigenen Handlungsmöglichkeiten ein und stellt sich folgende Frage: Kann ich die betreffende Situation mit den mir zur Verfügung stehenden Ressourcen bewältigen, oder übersteigt die Situation meine eigenen Kräfte und Fähigkeiten? Im ersten Fall wird das Stressniveau sehr niedrig sein. Fehlen jedoch entscheidende Ressourcen, steigt das Stressniveau und die Person erwartet negative oder nachteilige Folgen.

Mit dem persolog® Stress-Profil kann der Mitarbeiter anhand des Selbstanalyse-Fragebogens 11 verschiedene arbeitsbezogene Stressfaktoren sowie 11 Stressverhaltensmuster ermitteln. Neben den Stressoren steht somit auch das situative Verhalten der Person im Fokus: Wie verhalte ich mich unter Stress? Wie reagiere ich, wenn ich wenig oder keinen Einfluss auf den Stressor habe? Das Profil gibt den Anstoß, die Stressfaktoren zu interpretieren und situationsspezifisch mit ihnen umzugehen. Dabei reflektiert der Mitarbeiter die Auswirkungen von Stress und lernt, zwischen kurzfristigen und langfristigen Stressreaktionen zu unterscheiden. Der Mitarbeiter erlernt effektive Bewältigungsstrategien, um Stress positiv nutzen zu können. So entwickelt der Mitarbeiter sein individuelles Anti-Stress-Programm.
So sorgt das persolog® Stressprofil für den Auf- und Ausbau der individuellen Stressbewältigungskompetenz im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements.

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